Zur Abbildung in DIN A4
Der Andruck war eine der wichtigsten 
Abteilungen der damaligen Klischee-
anstalten.

Hier erst konnte man sehen, wie gut 
das Werk gelungen war. Die Stunde der 
Wahrheit sozusagen.

Die Klischees wurden auf speziellen 
Andruckmaschinen in Kleinstauflagen 
von ca 5 Exemplaren gedruckt.

Moderne Maschinen, wie sie im Vorder-
grund sichtbar sind, hatten bereits 
mittels rotierender Farbwalzen ein 
eigenes kleines Farbwerk, mit dem die 
Farbe gleichmäßig auf das 
Klischee übertragen wurde.
Die Druckerpresse im Hintergrund ist 
ein wahres Ungetüm:
Bei dieser "Kniehebelpresse" mußte der 
erforderliche Druck zur Übertragung der 
Farbe vom Klischee auf das Papier mit- 
tels Menschenkraft erzeugt werden.

Der oder die Drucker (bei großen For
maten) hatten dabei mit einem langen 
Hebel (den der Mann in der Arbeits-
jacke bereits halb unten hat) mit aller 
Kraft eine dicke Eisenplatte auf Kli-
schee und daraufliegendem Papierbo-
gen zu pressen. Dazu mußte meist 
das Knie zur Hilfe genommen werden.
Deshalb dann auch der Name: 
Kniehebelpresse.

Der Mann im Hintergrund (mit dem 
Rücken zu uns) ist ein Nachschneider, 
der die gerade angedruckten Klischees 
begutachtet und etwaige Fehler heraus-
bringt. Siehe Extra-Bild.