Zur Abbildung in DIN A4
Die Plattenkopie (oder einfach nur 
"Kopie") war die der Reprophotographie
nachfolgende Abteilung.

Der erste Arbeitsgang war immer das 
Beschichten der Zinkätzplatten
mit einer lichtempfindlichen, breiar-
tigen weißlichen Substanz.
Hierzu wurde die chemische Lösung 
(der weißliche Brei) auf die Zinkplat-
tenmitte  aufgetragen. Mit einer Zen- 
trifuge erreichte man sodann eine 
gleichmäßig dünne Schicht auf der 
gesamten Platte.

Diese war nun zwar lichtempfindlich, 
benötigte jedoch sehr starkes Licht , 
um zu reagieren. in einem nicht zu hellem 
Raum konnte durchaus gearbeitet wer-
den, ohne, daß Dunkelkammern benö-
tigt worden sind.

Die photgraphsichen Negative (damals 
noch auf Glasplatten) legte man im sog. 
Kopierrahmen auf die lichtempfindlich 
beschichteten Platten. Der Deckel 
wurde geschlossen und Negativ und 
Zinkplatte dadurch fest aneinanderge-
preßt.
Das war wichtig, weil nur engstmögli-
cher Kontakt zwischen beiden eine rand
scharfe Kopie ermöglichte.
Viel späpter (im Offset vor allem)
bekamen die Kopierrahmen eine Absaugung,
 
um ein Vakuum zu erzeugen.
Die großen Lampen oberhalb der Rahm-
en waren Kohlenbogenlampen. Erst in 
den 60er Jahren benutzte man nach 
und nach Xenon-Lampen, die ein viel 
helleres Licht abgaben.

Der Kohlestift in der Lampe brannte 
hell und schnell ab. Nachteil dabei: Die 
verbrannte Kohle fiel immer herunter 
(wo auch sonst hin), also auf den Ko-
pierrahmen.

Damit sie nun nicht die Glasplatte des 
Rahmens beschmutzte und so eine un-
erwünschte lichtundurchlässige Stelle 
erzeugte, hatten die Lampen an der 
Unterseite leicht auswechselbare Glas-
scheiben. Diese hatten nur die eine 
Aufgabe, den Kohlenruß aufzufangen. 
Naturgemäß mußten sie ständig gerei-
nigt und ausgewechselt werden.

Der Kopiervorgang bewirkte, daß die 
lichtempfindliche Schicht der Zinkplatte
an den Stellen gehärtet wurde, die 
Licht bekommen hatten. Diese waren 
dann gegen die Säure immun. Alle un-
belichteten Stellen wurden beim Ent-
wickeln der Platte herausgewaschen 
und die Säure konnte ungehindert ihr in
diesem Falle gewollt zerstörerisches 
Werk tun.